Kurzmitteilungen

Flug LX1583 nach Zürich

mit Link zum Artikel
Artikel vom Tages Anzeiger vom 1.8.14
Am 6. August besuchte ich meine Mutter in der Schweiz. Sie ist 95 aber im letzten Jahr hat die Kommunikation mit ihr etwas nachgelassen. . Sie hatte einen neuen Computer und dieser war mit dem neuen Windows 8 ausgerüstet.  Mit Windows XP war sie eigentlich ganz gut zurecht gekommen, aber nun, mit 95 noch umlernen auf ein neues Betriebssystem, das war dann doch etwas schwieriger, obwohl sie sich mit Mail und Skype bis dahin ganz gut auskannte. Also flog ich nach Zürich.
Der Flug war wunderschön, schönes Wetter praktisch windstill, man konnte die Alpen sehen im Abendlicht.
Um es kurz zu machen, bei der Landung musste der Pilot leider wieder durchstarten, weil das Flugzeug in eine Wirbelschleppung von einem vorausgehenden Flieger geraten war, wie er uns c.a 10 Minuten später über Bordtelefon mitteilte.
Etwas verunsichert, verließ ich dann, nach den Erste Klasse Passagieren , das Flugzeug. Ich beeilte mich, weil ich noch den Anschluss Zug nach Luzern erwischen wollte.  Ich war eine Weile die Gänge entlang gelaufen, dann merkte ich, dass ich plötzlich auf irgend etwas ausrutschte und schon  flog ich  in hohem Bogen, durch die Luft und landete der ganzen Länge nach auf dem harten Marmorboden. Ich stand sehr schnell wieder auf und hatte mir eigenartigerweise überhaupt nicht weh getan, nur an meiner Hosen klebte etwas, das ich als Rückstände von Übergebenem identifizieren konnte. Und als ich etwas um mich blickte, sah ich dass drei bis vier,  teils farblose Lacken auf dem Boden verteilt, zu sehen waren. Mein erster Gedanke war, dass wohl jemand zu viel getrunken hatte, aber erst als ich schon im Zug saß, erkannte ich, dass  dies eigentlich nur von anderen Fluggästen sein konnte, denen es wohl bei unserem Durchstarten etwas übel geworden war. Dies überraschte mich, da ich und die anderen Passagiere in meiner Umgebung eigentlich sehr ruhig geblieben sind, während dem Vorfall.  Vielleicht hatte uns aber auch wirklich der Schungitstein geholfen, den ich in meiner Hosentasche trug. Meine Frau die sehr feinfühlig ist, bestand darauf, dass ich ihn mitnehme, weil man ihm nachsagt, dass er  eine sehr gute Energie verbreite und bis zu 25 Meter weit ausstrahlen könne. Wer weiß, ich bin jedenfalls sehr ruhig geblieben.
Am Ziel angekommen, begann ich mit der Recherche über “Wirbelschleppung”.
ich konnte nichts darüber finden und kontaktierte einen Freund, der früher bei der ESA als Techniker gearbeitet hatte. Er sagte nur, diese Wirbelschleppen seien sau gefährlich  und eigentlich könne ich nichts machen außer zu hoffen, dass irgend ein Blogger dieses Thema aufgreife.
Schließlich  fand ich einen Artikel im Tages Anzeiger (Bild und Link siehe oben), und ein oder zwei Artikel bei anderen Zeitungen.
Da wurde zwar ein Vorkommnis vom 1.8. erwähnt und eines das noch etwas früher war, aber das Durchstarten vom 6.8.  blieb unerwähnt. Auch eine Woche danach, keine Erwähnung.
Ich verfasste dann einen Artikel zu unserem Ereignis und schickte ihn an den Tages Anzeiger. “leserservice@newsnet.ch”  Hier, der genaue Wortlaut:
Am 6.8 2014 zwischen 19 Uhr und 20 Uhr befand ich mich auf einem Flug von Wien
Nach Zürich (Flugnr. LX1583)
Beim Landeanflug, wir befanden uns nur noch wenige Meter über Boden, wurde der Flieger
plötzlich heftig herumgerissen, der Pilot gab vollen Schub auf die Triebwerke und musste wieder durchstarten.  Als wir wieder hoch in der Luft waren kam die Erklärung vom Piloten: Das Flugzeug war in eine gefährliche Wirbelschleppung von einem vorausgehenden Flieger geraten.
Dieses mal, ist dank der hervorragenden Reaktion des Piloten noch einmal alles gut gegangen,
Das Phänomen der Wirbelschleppen ist bekannt, und die Gefahren, die von ihnen ausgehen, können durch einen gebührenden Abstand zum voraus gehenden Flieger vollkommen ausgeschlossen werden.
Laut Wikipedia können von solchen Wirbelschleppen enorme Kräfte ausgehen, die in Bodennähe sogar ganze Hausdächer abdecken können, oder die auch schon Seitenleitwerke von Flugzeugen weggerissen haben.
Infolge des enormen Zeitdruckes wird diese Gefahr immer weniger beachtet. Es müssen immer mehr Flugzeuge durchgeschleust werden, der Druck auf die  Piloten nimmt enorm zu.
Die Sicherheitsstandards für Flüge, Wartung der Flugzeuge, Passagiere, sind sind enorm hoch, wie aber steht es mit den Sicherheitsbestimmungen für Start und Landung?
Ich konnte leider zu diesem Ereignis  vom 6.8. keine Informationen finden, nur Ihr Artikel vom ´1.8. berichtet von einem ähnlichen Vorfall, wobei der Flieger dabei  noch ca. 400 Meter über Boden war. Das Ereignis vom 6.8.  jedoch, war wesentlich gefährlicher, da wir uns nur wenige Meter über Boden befanden.
Deshalb erachte ich es als höchst notwendig nochmals darauf aufmerksam zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Seit diesem Leserbrief von mir ist nun ein Monat vergangen, ohne dass auch nur ein einziges Wort über den Vorfall in der Presse zu lesen war. Ich habe auch keine Reaktion auf meinen Brief erhalten.  Es scheint so, dass  da ein völliger Informations-Stopp herrscht und man die Sache total herab spielt.
Wie aus einigen Kommentaren bei dem Tages Anzeiger Artikel, zu lesen war, ist es an der Tagesordnung, dass Flugzeuge durchstarten und somit eine völlig normale Prozedur, verdient also keinerlei Erwähnung.
Finden Sie das auch? Ist es wirklich normal dass ein Flugzeug wenn es nur noch wenige Meter über dem Boden ist, zur Seite geworfen wird und dann wieder durchstarten muss?  Wenn ein Flieger noch 400 Meter über Boden ist, und dann durchstarten muss, dann lasse ich mir ja gerne einreden, dass das eine  völlig normale Sicherheitsprozedur sei; aber doch nicht wenn der Flieger nur noch wenige Meter über Boden ist und schon zur Landung ansetzt.
Und wenn es so nochmal wäre, wie man sagt, warum sollte man dann besser nicht darüber diskutieren?
Da ich jetzt selber blogge muss ich ja nicht darauf warten dass ein anderer dieses Thema anstößt.  Um es auf den Punkt zu bringen, diese Gefahr bei der Landung ( und übrigens auch beim Start) die könnte ganz einfach eliminiert werden.  Man weiß  dass Wirbelschleppen sich bis  3 Minuten über der Landebahn halten können, daher bräuchte man nur diese Zeit abzuwarten um sicher zu sein dass ein Flugzeug nicht in so was hinein gerät.
Aber Zeit ist Geld, ganz besonders am Flughafen.Ich will mit meinem Artikel  keine Unruhe stiften, ich will nur verstehen, weshalb man uns beim Einchecken, zu unserer Sicherheit sogar eine 2 dl Trinkwasser Flasche oder die Zahncreme wegnimmt, aber die 180 Sekunden damit eine Maschine ohne Risiko sicher landen kann, die gibt man uns nicht!Irgendwie habe ich nun ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich an meine nächste Landung in Zürich denke und ich kann Ihnen nur raten,  wenn Durchstarts tatsächlich zum Alltag gehören, passen Sie auf, schauen Sie genau wohin sie Treten, wenn sie aus dem Flieger ausgestiegen sind, damit Ihnen nicht dasselbe passiert wie mir. 
PS: Und weil ja alles irgendwie auch sein Gutes hat, ist es natürlich auch so, dass ich und alle die am 6.8. mit mir im selben Flugzeug waren, nun mit Fug und Recht behaupten können, “Wir sind wahrhaftig durchgestartet” und das im wahrsten Sinne des Wortes!
Das ist doch auch etwas Positives was einem im Leben Kraft geben kann, nicht?